Neujahrskonzert der amici cantus wieder ein voller Erfolg
Nach 2020 fand in diesem Jahr das beliebte Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft amici cantus unter der Leitung von Stefan Monshausen wieder in der Illipse statt, die auch in diesem Jahr vollbesetzt war.
Eröffnet wurde das Konzert von dem kraftvollen „Odi et amo“ aus den Catulli Carmina von Carl Orff. Die Sopranistin Dorothee Brandt bereicherte das Konzert mit vier Liedern von Robert Schumann, Gustav Mahler, Franz Schubert und Clara Schumann nach Texten von Friedrich Rückert und Hristina Taneva glänzte am Flügel mit „Ich ruf zu Dir Herr Jesu Christ“ von J.S. Bach/Busoni und zwei Klavierstücken von Bela Bartók bevor der Chor mit dem Tanzlied aus Poniki, aus vier Slowakische Tanzlieder von Bela Bartók und der Wiederholung des „Odi et amo“ das Publikum auf die „Carmina Burana“ einstimmte.
Den 2. Teil des Programms bildete die „Carmina Burana“ von Carl Orff in der Fassung für Klavier und Schlagwerk. Unterstützt wurde der Chor von Uwe Brandt und Hristina Taneva am Klavier, Peter Hoffmann, Norbert Scherer und Achim Seiler am Schlagwerk, der Sopranistin Dorothee Brandt, dem Bariton Stefan Röttig und dem Tenor Vincenzo Di Rosa.
Nicht nur nach dem Eröffnungschor „O Fortuna“ sondern auch nach anderen Stücken wie dem „Ecce gratum“, dem „Floret silva“ oder „In taberna“ spendete das Publikum Zwischenapplaus.
Auch die hervorragenden Solisten wurden mit viel Zwischenapplaus bedacht. Stefan Röttig überzeugte als Abt mit dem „Ego sum abbas“ und auch in „Dies, nox et omnia“, einem Stück, das einen Stimmumfang von drei Oktaven verlangt. Vincenzo Di Rosa war stimmlich und interpretatorisch ein sehr überzeugender Schwan, der sich davor fürchtet, in der Pfanne zu landen und Dorothee Brandt berührte mit ihrem lyrischen Sopran in dem wunderschönen „In trutina“ und dem extrem hohen „Dulcissime“.
Stefan Monshausen hatte den Chor sehr gut vorbereitet und so entfaltete er eine große Klangfülle und Kraft aber in den lyrischen Teilen auch eine zarte Melodik.
Man konnte den Frühling erahnen, die Stimmung in einer Gastwirtschaft nachvollziehen und im dritten Teil Liebesgefühle spüren.
Das Publikum war überzeugt und belohnte die Darbietung aller Beteiligten mit lauten minutenlangen Ovationen und gab sich nicht ohne eine Zugabe zufrieden.
Impressionen vom Neujahrskonzert 2026


